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Aktenzeichen 2 C 21/10
       Weben des Freizeitpferdes ist kein Mangel!

Das Gericht hat sich bei der Entscheidung auf ein eingeholtes Sachverständigengutachten bezogen. Demnach liegt die Ursache für diese Verhaltensauffälligkeit des Pferdes im allgemeinen in einer sozialen Vereinsamung, neuen Umgebung sowie/oder in einer Beschränkung der Bewegungsfreiheit. Gesundheiltiche Risiken gehen mit dieser Verhaltensauffälligkeit nach Aussage des Gutachters jedoch nicht einher.

Das Amtsgericht Schleswig ist der Auffassung, dass ein Mangel nicht vorliegt, da das Pferd die Verhaltensauffälligkeit jeweils in Ruhe aufweist, ein Reiten des Pferdes jedoch ohne Probleme möglich ist. Demnach sei die vertraglich vereinbarte Nutzung als “Freizeitpferd” möglich. Ein Mangel läge somit nicht vor. Da das Pferd auch allein gehalten wird, ist nicht davon auszugehen, dass andere Pferde zu einem solchen Verhalten animiert werden. Die Klage des Käufers auf Rückabwicklung des Kaufpreises wurde daher vollumfänglich abgewiesen, so entschied das Amtsgericht Schleswig.