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Aktenzeichen 8 U 510/11
      Kein Schadensanspruch!

Kein Schadensersatzanspruch gegen Pferdehalter bei Unfall der Reitbeteiligung.

So scheiden sich die Geister bei den Gerichten: Anders als in dem oben aufgeführten Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main entschied nun das Oberlandesgericht Nürnberg: Einer Reitbeteiligung stehen nach einem Unfall mit dem Pferd keine Ansprüche gegen den Pferdehalter zu. Das Gericht hatte einen Fall zu entscheiden, bei welchem sich ein Pferd erschreckt hatte und seiner Reitbeteiligung daraufhin auf den Fuß gesprungen war. Die Frau erlitt einen Trümmerbruch im Fuß.
Das Oberlandesgericht argumentierte: Die Idee einer Reitbeteiligung bestehe gerade darin, ein stückweit in den Genuss eines quasi „eigenen“ Pferdes zu gelangen. Und nutzt die Reitbeteiligung das Pferd dann zum eigenen Vergnügen, so müsse sie sich in diesem Moment auch selber wie eine Pferdehalterin behandeln lassen, anstatt den eigentlichen Pferdehalter zur Kasse zu bitten, so entschied das Oberlandesgericht Nürnberg.