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§ 28 Absatz 2, Straßenverkehrsordnung
      Mit dem Pferd im Straßenverkehr unterwegs!

Mit zunehmenden Temperaturen steigt auch die Zahl der Reiter abseits von Halle oder Reitplatz. Doch nicht in allen Gegenden gibt es ein verbundenes Reitwegenetz. Häufig ist es erforderlich, befahrene Straßen zu überqueren oder ein Stück entlang der Straße zu reiten. 


Gerade dann ist besondere Aufmerksamkeit gefragt: Denn wer im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs ist, muss sich an die geltenden Verkehrsregeln halten. Grundlage ist § 28 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung, nach dem der Reiter oder auch Pferde führende Personen allen übrigen Verkehrsteilnehmern gleichzusetzen sind. Denn einen Führerschein für Reiter gibt es nicht. Deshalb sieht das Gesetz vor, dass Pferde nur von geeigneten Personen im öffentlichen Verkehr geritten oder begleitet werden dürfen. Auf der Fahrbahn haben sich Pferd und Reiter auf der äußersten rechten Seite zu bewegen. Ist neben der rechten Begrenzungslinie noch ausreichend Platz vorhanden, sollte dieser Bereich genutzt werden. Fuß- und Radwege sind tabu. Das Abbiegen muss rechtzeitig angezeigt werden.

Sind mehrere Reiter unterwegs, gelten sie als geschlossener Verband und damit als ein Verkehrsteilnehmer. Maximal zwölf Teilnehmer bilden einen Verband, der jedoch eine Gesamtlänge von 25 m nicht überschreiten sollte. Nur in einer solchen Abteilung dürfen die Reiter zu zweit nebeneinander reiten.Beim Reiten oder Führen in der Dämmerung und in der Dunkelheit ist für Mensch und Tier eine ausreichende Beleuchtung vorgeschrieben (§ 17 Abs. 1 StVO). Für den Einzelreiter gilt mindestens eine weiße, nicht blendende und nach vorne sowie nach hinten gerichtete Lichtquelle gesetzlich als ausreichend. Sind mehrere Reiter in einer Gruppe unterwegs, muss zusätzlich ein rotes Licht am Ende des Verbandes mitgeführt werden.